Mehrere Szenen zeigen Menschen, die auf einem Weg neben einem Fluss oder Kanal spazieren. Die Umgebung ist von kahlen Bäumen und grünem Gras geprägt, der Himmel ist blau und wolkenlos. Einzelne Personen tragen dunkle Kleidung und sind teilweise mit Rucksäcken unterwegs. In einer Szene beugt sich eine Person über ein Geländer, das den Weg vom Wasser trennt. Die Bildkomposition besteht aus mehreren nebeneinander angeordneten Ausschnitten, die verschiedene Perspektiven des Spaziergangs zeigen. Ein Bereich ist unscharf und verdeckt.

Zwischen Schokoeiern und Sinnsuche – ein Spaziergang mit Nebenwirkungen

10. April 2026

Im Rahmen der sozialpädagogischen Arbeit mit den Teilnehmenden der Werkstattschule (WKS) wurde am 2. April 2026 ein thematisch angeleiteter Spaziergang zum Donau-Main-Kanal durchgeführt. Ziel war es, kulturelles und religiöses Wissen alltagsnah zu vermitteln und zugleich die Wahrnehmung für den Frühling zu fördern.

Verhaltenes Interesse

Zu Beginn zeigte sich – wenig überraschend – ein eher verhaltenes Interesse am Thema „Ostern“. Für viele beschränkte sich die Bedeutung auf Schokolade und freie Tage; die religiösen Hintergründe waren größtenteils unbekannt oder irgendwo zwischen „schon mal gehört“ und „nie gebraucht“ eingeordnet. Der Osterhase hatte hier eindeutig die bessere Lobby als die Auferstehungsgeschichte.

Im Verlauf des Spaziergangs wurde das Thema durch Gespräche und Impulse greifbarer gemacht. Erste Aha-Momente mischten sich mit der Erkenntnis, dass Ostern offenbar mehr ist als nur ein gut getarnter Süßwarenverkauf. Die Bewegung und die lockere Atmosphäre halfen dabei, auch die weniger Motivierten „mitzunehmen“ – wenn auch teilweise eher im wörtlichen Sinne.

Pädagogisch und kalorisch

Ein Highlight bildete die praktische Umsetzung: Auf einer steinernen Brücke wurden Überraschungseier ausgelegt, die von den Teilnehmenden „gefunden“ werden konnten. Die Schokolade sorgte erwartungsgemäß für unmittelbare Motivation – pädagogisch wertvoll und kalorisch wirksam. Die enthaltenen Spielfiguren führten zudem zu kleinen Dialogen, Vergleichen und vereinzelten Tauschverhandlungen, die fast an einen inoffiziellen Flohmarkt erinnerten.

Begleitet wurde das Ganze von bestem Frühlingswetter: blühende Pflanzen, milde Temperaturen und eine Umgebung, die deutlich mehr Energie ausstrahlte als so mancher Teilnehmende nach etwa 60 Minuten Gehzeit. Der insgesamt 90-minütige Spaziergang stellte für einige eine spürbare Herausforderung dar, was sich gegen Ende in nachlassender Ausdauer und der stillen Hoffnung auf ein plötzlich auftauchendes Transportmittel zeigte.

Fazit

Insgesamt konnte die Einheit trotz anfänglicher Zurückhaltung erfolgreich gestaltet werden. Durch die Kombination aus Bewegung, niedrigschwelliger Wissensvermittlung und kleinen humorvollen sowie motivierenden Elementen wurden sowohl Lernimpulse gesetzt als auch die Gruppendynamik positiv gefördert.

Text & Fotocollage: Agnieszka El-Ghamri

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.
Mehrere Szenen zeigen Menschen, die auf einem Weg neben einem Fluss oder Kanal spazieren. Die Umgebung ist von kahlen Bäumen und grünem Gras geprägt, der Himmel ist blau und wolkenlos. Einzelne Personen tragen dunkle Kleidung und sind teilweise mit Rucksäcken unterwegs. In einer Szene beugt sich eine Person über ein Geländer, das den Weg vom Wasser trennt. Die Bildkomposition besteht aus mehreren nebeneinander angeordneten Ausschnitten, die verschiedene Perspektiven des Spaziergangs zeigen. Ein Bereich ist unscharf und verdeckt.