Laufer Ausbildungsforum am 8. Mai 2026
Der Ausflug zur Ausbildungsmesse in Lauf an der Pegnitz war für unsere Teilnehmenden der Werkstattschule eine gelungene und abwechslungsreiche Erfahrung. Getreu dem Motto „Warum immer nur vor der eigenen Haustür suchen, wenn hinter dem nächsten Bahnhof vielleicht der Traumberuf wartet?“ machten wir uns gemeinsam auf den Weg.
Kontakte knüpfen bei entspannter Atmosphäre
Die Messe fand in einer Berufsschule statt und war hervorragend organisiert. Im Vergleich zu den großen Messen in Nürnberg herrschte dort eine deutlich ruhigere und entspanntere Atmosphäre. Ohne Gedränge und Zeitdruck konnten unsere Teilnehmenden in Ruhe mit Betrieben ins Gespräch kommen und wertvolle Kontakte zu potenziellen Praktikums- und Ausbildungsstellen knüpfen.
Besonders erfreulich war, dass viele Unternehmensvertreter sehr offen auf unsere Gruppe zugingen und aktiv das Gespräch suchten. Dadurch entstanden zahlreiche konkrete berufliche Perspektiven. Auch für uns als Fachkräfte bot die Messe neue Einblicke, unter anderem in Berufsfelder aus Landwirtschaft, Agrarwirtschaft und kaufmännischen Bereichen, die in Nürnberg weniger präsent sind.
Ein besonderes Highlight
Ein besonderes Highlight war ein kleiner Kraftwettbewerb an einem Messestand. Einer unserer Teilnehmer, der in seiner Freizeit leidenschaftlich ringt, Fußball spielt und regelmäßig ins Fitnessstudio geht, nahm spontan teil. Aufgabe war es, zwei jeweils 25 Kilogramm schwere Säcke so lange wie möglich hochzuhalten. Trotz seiner eher schmalen Statur überraschte er alle Anwesenden und gewann den Wettbewerb mit deutlichem Vorsprung. Die bewundernden Blicke und anerkennenden Kommentare stärkten sichtbar sein Selbstvertrauen und sorgten für großen Stolz in der gesamten Gruppe.
Nach der Messe nutzten wir das schöne Wetter für einen Spaziergang durch die Altstadt von Lauf an der Pegnitz. Der historische Marktplatz, die Fachwerkhäuser und das Wenzelschloss hinterließen einen bleibenden Eindruck. Ein gemeinsames Eis rundete den Tag ab und trug – pädagogisch durchaus sinnvoll – zur weiteren Steigerung der Gruppenzufriedenheit bei.
Aus sozialpädagogischer Sicht bot der Ausflug zahlreiche Lernchancen. Die Teilnehmenden erweiterten ihren beruflichen Horizont, übten selbstbewusst auf Unternehmen zuzugehen und sammelten positive Erfahrungen außerhalb ihres gewohnten Umfelds. Der unerwartete Wettbewerbserfolg eines Teilnehmers zeigte zudem eindrucksvoll, wie wichtig es ist, eigene Stärken zu erkennen und mutig einzusetzen.
Fazit
Insgesamt war der Ausflug in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Er verband berufliche Orientierung, soziale Lernerfahrungen, Bewegung und Gemeinschaftserlebnisse. Am Ende des Tages waren sich alle einig: Manchmal liegt die Zukunft nur eine Zugfahrt und ein paar tausend Schritte entfernt.
Text: Agnieszka El-Ghamri
Fotos: Maximilian Förstner