Bildcollage eines Ausflugs ins Deutsche Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum: Zu sehen sind Teilnehmende bei interaktiven Stationen, VR-Erlebnissen und Simulatoren sowie bei einem Rundgang durch Nürnberg mit historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Ausflug ins Museum der Zukunft und Stadtrundgang

2. Juni 2026

Wenn man Jugendliche ins Deutsche Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum schickt, dann schickt man sie nicht in ein klassisches Museum mit Vitrinen und langen Texttafeln. Das ganze Konzept ist darauf ausgelegt, Zukunftstechnologien nicht nur zu zeigen, sondern sie erlebbar zu machen. Viele Jugendliche blieben dort deutlich länger an einzelnen Stationen hängen als in traditionellen Museen, weil sie selbst ausprobieren, diskutieren und interagieren konnten.

Eines der absoluten Highlights war der menschenähnliche Roboter AMECA: Er reagierte auf Menschen, führte Gespräche, zeigte Gesichtsausdrücke und Mimik und wirkte dadurch fast unheimlich lebendig. Unsere Jugendlichen verbrachten erstaunlich viel Zeit damit, mit ihm zu sprechen, verschiedene Sprachen auszuprobieren oder seine Reaktionen zu testen – das war der Moment, in dem künstliche Intelligenz plötzlich nicht mehr abstrakt wirkte, sondern direkt vor ihnen stand.

Im Bereich „Arbeit und Alltag“ ging es um Themen, die Jugendliche unmittelbar betreffen: künstliche Intelligenz, Algorithmen, Social Media, Big Data, Robotik und die Zukunft der Berufe. An interaktiven Stationen konnten sie nachvollziehen, wie neuronale Netze lernen, wie Maschinen Entscheidungen treffen und wo die Grenzen von KI liegen. Statt trockener Theorie erlebten sie praktisch, warum ein Algorithmus manchmal richtig und manchmal falsch entscheidet.

Dank XR- und VR-Technologien konnten unsere Jugendlichen in virtuelle Welten eintauchen und Zukunftsszenarien – von Mond- und Marsreisen bis hin zu digitalen Lebensräumen – nicht nur betrachten, sondern erleben. Gerade für eine Generation, die mit Gaming, digitalen Medien und sozialen Netzwerken aufgewachsen ist, entstand dadurch ein besonders lebendiger Zugang zu wissenschaftlichen Themen.

Im Bereich „System Stadt“ beschäftigten sie sich mit Fragen wie: Wie sehen Megastädte der Zukunft aus? Wie werden Menschen wohnen? Wie funktioniert nachhaltige Mobilität? Wie kann Energieversorgung künftig aussehen? Dabei ging es nicht nur um technische Entwicklungen, sondern auch um gesellschaftliche Fragestellungen. Besonders spannend waren die Überlegungen zur Arbeitswelt von morgen: Welche Berufe verändern sich? Welche Fähigkeiten werden wichtiger? Und was bleibt auch in einer digitalisierten Zukunft unverzichtbar? Die Ausstellung machte deutlich, dass Kreativität, Teamfähigkeit, Kommunikation und Empathie auch künftig zu den wichtigsten Kompetenzen gehören werden.

Ein besonderer Moment bot sich auf der obersten Etage des modernen Museumsbaus. Von dort aus reichte der Blick bis zur Kaiserburg. Fast symbolisch trafen hier Zukunft und Geschichte aufeinander: Während im Museum die Welt von morgen erkundet wurde, erinnerte die Silhouette der Burg daran, dass jede Zukunft auf den Erfahrungen, Ideen und Errungenschaften vergangener Generationen aufbaut. Passenderweise führte der Weg nach rund 4,5 Stunden im Museum anschließend direkt hinaus in die historische Altstadt Nürnbergs. Was auf dem Stadtplan nach einem gemütlichen Spaziergang aussah, entwickelte sich schnell zu einer kleinen Ausdauerprüfung mit historischem Bildungsauftrag.

Der Rundgang führte durch die malerische Weißgerbergasse, vorbei an beeindruckenden Fachwerkhäusern, und dann weiter zur Sebalduskirche. Anschließend wurden das Alte Rathaus bewundert und der Hauptmarkt mit dem Schönen Brunnen erkundet. Besonders die Geschichte um den echten und den falschen goldenen Ring sorgte für Interesse. Sicherheitshalber wurde das Glück mehrfach aktiviert.

Je länger der Rundgang dauerte, desto häufiger mussten Motivation, Humor und freundliche Überredungskünste zum Einsatz kommen. Dennoch meisterten die Jugendlichen die Strecke mit viel Gelächter, gegenseitiger Unterstützung und einer Portion Durchhaltevermögen. Als schließlich das Ende der Tour erreicht war, wurde dies von der Gruppe mit einer Erleichterung begrüßt, die vermutlich bis zur Kaiserburg zu hören gewesen wäre.

Trotz müder Beine und sinkender Schrittmotivation können die Jugendlichen stolz auf ihre Leistung sein: Ein Tag voller Zukunft, Geschichte, Bewegung und gemeinsamer Erlebnisse wurde erfolgreich gemeistert.

Text: Agnieszka El-Ghamri
Fotos: Maximilian Förstner/ Agnieszka El-Ghamri /Andrea Joly-Schnell

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.
Bildcollage eines Ausflugs ins Deutsche Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum: Zu sehen sind Teilnehmende bei interaktiven Stationen, VR-Erlebnissen und Simulatoren sowie bei einem Rundgang durch Nürnberg mit historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.