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Klein aber fein – unser technisches Museum

24. März 2021

Seit kurzem nennen wir beim Euro-Bildungswerk Nürnberg und <link _blank internal-link internal link in current>Zentrum für Aus- und Weiterbildung Nürnberg ein kleines aber feines Museum unser Eigen. Drei unserer Maschinen waren in die Jahre gekommen und durften in den verdienten Ruhestand.

Da sie zwar „zum alten Eisen“ gehören, jedoch noch hübsch anzuschauen sind und vor allem für uns, unsere Arbeit und beständige Werte stehen, haben wir sie an prominenter Stelle in unserer Werkstatthalle ausgestellt – erläuternde Beschilderung inklusive. Für Besucher und Besucherinnen sind sie ein erster Blickfang. Für Interessierte, Kenner*innen und Könner*innen ein nostalgischer Rückblick in alte, jedoch gar nicht so ferne Zeiten.

Spindelpresse der Firma Unverzagt UVA

In unserer Ausstellung sehen Sie eine Spindelpresse der Firma Unverzagt UVA, Baujahr ca. 1980 aus. Die Presskraft beträgt 10 Tonnen.

Seit dem neunzehnten Jahrhundert sind Spindelpressen in Stahlbauweise bekannt. Ihr Name leitet sich von der mehrgängigen Schraubenspindel ab und eignet sich zum Schneiden, Biegen und Prägen von Kleineisenteilen aller Art.

Der Bewegungsablauf funktioniert wie eine Schrauben-Mutter-Verbindung: die Spindel ist die Schraube, der Pressenstößel die Mutter. Je nach Drehung der Spindel bewegt sich der Stößel mit dem beweglichen Teil des Werkzeuges auf und ab. Das Gegenstück des Werkzeuges ist im Maschinengestell eingespannt und bleibt starr. Die Verformung der Werkstücke erfolgt stoßartig durch die sogenannte "lebendige Kraft bewegter Massen". Diese sitzen als schwere Gewichte an den Enden des Schwengels, der mit der Spindel verbunden und von zwei und mehr Personen in Bewegung gesetzt wird.

Drehmaschinen aus den 50er Jahren

Außerdem besitzt unser Museum zwei Drehmaschinen Weiler aus dem Jahr 1955 mit diesen technischen Details: Spitzenhöhe: 140mm, Drehlänge: 800mm, Antriebsleistung: 3kW und Masse: 480kg.

Diese Maschinen werden vor allem für das Drehen von Kleinteilen in Feinmechaniker- oder Handwerkerwerkstätten verwendet. In Betrieben dieser Art lohnt sich die Anschaffung aufwändigerer Maschinen häufig nicht. Seit den fünfziger Jahren wird dieser Maschinentyp nahezu unverändert und in großen Stückzahlen hergestellt. Im linken Kastenfuß sitzt der Motor, der über einen Keilriemen die Hauptspindel antreibt. Der darüber gelegene Kasten enthält das Vorschubgetriebe, das zahlreiche Abstufungen des Vorschubs und der Gewindesteigung ermöglicht.  

Mal sehen, welche Maschinen in 10-20 Jahren unser Museum bereichern werden und von ihrem langjährigen Einsatz in unseren Schulwerkstätten berichten können.

Übrigens, genau diese drei Maschinen sind im in der Region bekannten und beliebten „Industriemuseum“ in Lauf ebenfalls ausgestellt.

Text: Martina Michaelis

 

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.

Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Grundsätzen unseres Unternehmens. Sprachliche Gleichbehandlung ist dabei ein wesentliches Merkmal. Für den diskriminierungsfreien Sprachgebrauch verwenden wir in Texten den Gender Star bei allen personenbezogenen Bezeichnungen, um alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten einzuschließen. Versehentliche Abweichungen enthalten keine Diskriminierungsabsicht.
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